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Doppelmord Babenhausen

Auf meinem Server liegt seit kurzem das Urteil zum "Doppelmord Babenhausen" (siehe http://www.doppelmord-babenhausen.de), in welchem Andreas Darsow zu lebenslanger Haft mit besonderer Schwere der Schuld verurteilt wurde. Aufgrund aktueller Berichterstattungen gibt es momentan viele Zugriffe darauf (aktuell knapp 4000 Zugriffe innerhalb von 24 Stunden). Ich kann in den log-files auch Zugriffe sehen, dass z.B. über die Suchfunktion auf dieser Seite nach dem Urteil gesucht wird. Das hat bis zum Veröffentlichen dieses Blog-Eintrags nicht funktioniert, da das Urteil von dieser Seite aus bisher nicht verlinkt war. Vielleicht wundern sich also einige Besucher, warum dieses Urteil überhaupt unter der Domain http://www.wobsta.de abrufbar ist und ob das alles mit rechten Dingen zugeht. Ich kann Sie beruhigen. Es ist alles in Ordnung und so gewollt, denn des Rätsels Lösung ist ganz einfach. Ich bin kürzlich von einer guten Bekannten kontaktiert worden mit der Bitte um Hilfe bei der Veröffentlichung des Urteils. Aufgrund der aktuellen Berichterstattung sollte das Urteil schnellsten online gestellt werden und ich habe bei der Erstellung der Datei sowie eben auch mit Speicherplatz ausgeholfen, da es technische Schwierigkeiten bei der online-Stellung dieses großen Dokuments auf der Webseite zum "Doppelmord Babenhausen" gab.

Designerware?! – und deren Folgen

Tja, was ist Designerware? Die Standardausstattung im Sanitärbereich durch einen etablierten Bauträger hätte ich hier eher nicht vermutet, aber das ist eben wohl auch eine Frage des Standpunktes. Wenn man jedenfalls in eben diesem Fall Amaturen vorfindet, deren Perlatoren im nächsten Baumarkt komplett unbekannt sind, bin ich schon geneigt, von Designerware zu sprechen. Vor allem, wenn bei diesen Amaturen ein Design-Feature als unpraktisch im Alltag angesehen werden muss.

Was ist nun also mit den Perlatoren? Nun, diese verkalken. Und je nach Wasser bei uns nun mal eher stärker. Gut, muss man sie halt reinigen und ggf. mal Neue einsetzen. Nur wie, wenn normales Werkzeug dazu nicht taugt? Die installierten Perlatoren haben auch noch das Problem, dass sie bündig mit dem Hahn abschließen und sehr dazu geneigen, dass immer Wasser am Hahn lang läuft, mit entsprechend ständig neuen Kalkablagerungen. Am liebsten wären mir hier doch Perlatoren, die ein klein bisschen aus dem Hahn herausstehen, damit ein letzter Tropfen am Perlator hängen bleibt und nicht am Hahn langläuft. Also, Ziel ist klar, als nächstes mal im Baumarkt fragen. Leider sind die Perlatoren und das Problem anhand der Beschreibung unbekannt. Also anderntags ein zweiter Versuch: mit Foto auf dem Handy und (automatisch) bei einem anderen Kundenberater. Aber das hat nichts geholfen. Ich hab dann die Standard-Variante (M24 mit Außengewinde) mitgenommen und als nächstes daheim den Perlator mit Gewalt entfernt (und dabei natürlich komplett kaputt gemacht). Die Standard-Perlatoren passen leider nicht, aber auf dem entfernten Perlator findet sich Neoperl JR als Bezeichnung. Als nächstes sucht man im Netz und findet dann natürlich Informationen. Und leider musste ich dabei lernen, dass man keine Alternative hat, als wieder solche unsinnigen Perlatoren einzusetzen und dafür ein heiden Geld auszugeben. Außer man tauscht gleich die komplette Amatur. Super! Und bei der Gelegenheit hab ich zumindest gelernt, dass ich bin nicht der Einzige, der sich tierisch darüber aufregt: http://www.amazon.de/product-reviews/B004PQ22II.

Teutonia – nicht noch mal

Die Überschrift könnte man positiv verstehen: Teutonia – nicht noch mal. Wozu auch? Man kauft im günstigsten Fall ein Mal im Leben einen Kinderwagen. Das erfüllt Teutonia, auch wenn man den Kinderwagen beim zweiten Kind noch mal hernimmt. Gut, die Luftkammerräder, die wir haben, zeigen deutliche Verschleißerscheinungen. Man könnte da gut mal in einen neuen Satz Reifen investieren. Aber beim Gestell und allem Anderen hat man nicht das Gefühl, dass es den nächsten Winter nicht übersteht.

Trotzdem ist die Überschrift genau so negativ gemeint, wie sie klingt. Und zwar aufgrund meiner folgenden Erfahrung:

Der Kinderwagen-Aufsatz auf dem Gestell ist bei unserem Modell mit je einer Verriegelung auf jeder Seite versehen. Diese ist dummerweise so konstruiert, dass man die Arretierfunktion der Entriegelung bei Fehlbenutzung ziemlich leicht abbrechen kann (siehe Pfeil im Bild). Man könnte das sicher so konstruieren, dass in dem Fall was anderes passiert als dass diese Arretierung kaputt geht, aber sei es drum. Das Problem geht damit nämlich erst los. Wenn man das repariert haben will, geht man als nächstes zum Fachhändler, bei dem man den Wagen vor Ort gekauft hat und bittet um Hilfe. Ich hab selbst miterlebt, wie der Händler daraufhin mit Teutonia telefoniert hat. Ich hatte das defekte Teil zu dem Zeitpunkt schon selbst ausgebaut. Das Ergebnis des Telefonats war ziemlich ernüchternd. Solche Ersatzteile werden nicht zur Verfügung gestellt. Derartige Reparaturen werden nur von Teutonia selbst ausgeführt. Man müsse den Kinderwagen dazu einschicken. Mein Fachhändler bot mir an dieser Stelle einen kostenlosen Leihwagen an, aber ich fand das unsinnig, das defekte Teil wieder einzubauen, nur damit anschließend der komplette Kinderwagen einmal durch die Republik geschickt wird.

Natürlich kann Teutonia sich darauf berufen, dass das ein sicherheitsrelevantes Bauteil ist. Aber bei einem Puky-Rad kann ich auch jedes sicherheitsrelevante Bauteil nachkaufen und selbst wechseln. Das ist ein guter Service für mündige Kunden. Zumal das defekte Teil nach Lösen nur einer handvoll Schrauben zu erreichen und in wenigen Minuten ersetzbar ist. Wenn man denn so ein Ersatzteil hat, nur bei Teutonia stößt man mit dieser Bitte auf taube Ohren.

Zum Glück leben wir in einer Zeit, in der man sich so ein Ersatzteil halt notfalls individuell drucken lässt. Man muss sich das Ersatzbauteil leider erst umständlich im Rechner zeichnen. Aber es geht. Das Video zeigt das Ergebnis. Eigentlich schon cool, aber natürlich ein ganz schöner Aufwand, zu dem man hier genötigt wird.

Netzteil Serienfehler Dell Monitor 2405FPW

Vor wenigen Tagen verabschiedete sich das Netzteil meines schon in die Jahre gekommenen, aber immer noch guten Dell Monitors 2405FPW beim Einschalten mit einem kleinen Knall. Während ich eigentlich ein Fan von integrierten Netzteilen bin, steht man in so einem Fall leider erstmal vor dem Problem, überhaupt an die Fehlerquelle ranzukommen. Zum Glück findet sich auf youtube ein Video, dass das Öffnen des Geräts zeigt.

Auf der Netzteil-Platine waren sofort zwei defekte Bauteile erkennbar: ein Widerstand und ein Kondensator. Leider ist in so einem Fall natürlich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit mehr kaputt, so dass ein Wechsel dieser zwei sichbar defekten Teile gar nichts bringen würde. Ein Kompletttausch des Netzteils wäre naheliegend, aber ich habe auf den ersten Anlauf keine Bezugsquelle gefunden, wo ein Ersatz lieferbar gewesen wäre. Die viel schwierigere Ersatzteilsituation ist natürlich noch mal ein klarer Nachteil von integrierten Netzteilen. Stattdessen stolperte ich aber über mehrere Berichte mit Defekten genau dieser Art. Unter anderem bietet ein Bastler namens Tom auf seiner Webseite einen Reparaturservice für die USA an. Ich habe mich an ihn per E-Mail gewandt mit der Frage, ob und zu welchen Konditionen denn eine Reparatur mit Versand von und nach Deutschland möglich wäre. Oder alternativ, was denn bei dem Defekt typischerweise kaputt geht, damit ich das evtl. doch selbst reparieren könnte.

Innerhalb weniger Stunden erhielt ich eine Antwort von Tom mit einer detaillierten Teileliste von Dingen, die typischerweise bei dem Defekt in Mitleidenschaft gezogen werden, und ein paar Reparaturhinweisen. Tom hat schon Dutzende dieser Defekte repariert und es seien nur ganz selten weitere Dinge betroffen (die er in seiner Teileliste aber auch benannt hat), so dass er mich ermuntert hat, es mit dem Wechsel dieser typischen Defekt-Teile zu probieren. Die Chancen wären sehr hoch, dass ich es damit wieder zum Laufen bekommen würde. Ich war begeistert!

Tom schlug vor, dass ich versuchen sollte, die Teile in Europa zu besorgen, da die Versandkosten eines Reparatur-Teile-Kits unklar sind und man evtl. ja auch noch Probleme mit dem Zoll bekommt. Er schlug mir stattdessen einen Distributor vor, und genau über den habe ich die Teile am Ende auch bekommen. Und was soll ich sagen: Es hat geklappt! Nach dem Tausch weiterer Teile, die typischerweise bei diesem Fehler kaputt gehen, funktioniert der Monitor wieder.

Ein ganz herzliches Dankeschön an dieser Stelle an Tom, ohne dessen Hilfe ich die Reparatur überhaupt gar nicht erst in Betracht gezogen hätte und niemals hätte durchführen können. Viele der Teile hätte ich weder identifizieren können, noch deren Funktion prüfen können. So weiss ich auch gar nicht, ob all die Teile, die ich gewechselt habe, tatsächlich kaputt sind. Aber das ist egal. Der finanzielle Aufwand für die Ersatzteile (ca. 20 Euro) ist auch bei diesem alten Monitor gering gegenüber dem Wert, den er noch hat.

Rundfunkgebühren für Computer in einem Heimbüro, Verhandlung und Entscheidung beim Bundesverwaltungsgericht

Heute war Verhandlung und Urteilsverkündung vor dem Bundesverwaltungsgericht hinsichtlich meiner Klage bezüglich Rundfunkgebühren für sogenannte neuartige Rundfunkempfangsgeräte. Das Bundesverwaltungsgericht hat die Berufung des Bayerischen Rundfunks zurückgewiesen und das bisherige Urteil bestätigt (Bericht zum bisherigen Rechtsweg und zugehörige Urteilstexte). Demnach muss ich für den Computer an meinem Heimarbeitsplatz keine zusätzlichen Rundfunkgebühren zahlen, nachdem ich bereits Rundfunkgebühren für privat genutzte Rundfunkempfangsgeräte innerhalb der selben Wohnung zahle. Die bisherige und äußerst fragwürdige Gebührenpraxis, nach der die Rundfunkanstalten für bestimmte Heimarbeitsplätze zusätzliche Rundfunkgebühren verlangen (beispielsweise bei Selbständigen), bei andere Heimarbeitsplätzen (beispielsweise von Lehrern) keine doppelte Gebührenpflicht besteht, ist im Gesetz nicht verankert. Folgerichtig wurde der Berufung des Bayerischen Rundfunks nicht stattgegeben.

Rundfunkgebühren für Computer in einem Heimbüro, zweite Instanz

Ich führe einen Rechtsstreit mit dem Bayerischen Rundfunk hinsichtlich der Zahlung von Rundfunkgebühren für sogenannte neuartige Rundfunkempfangsgeräte, zu dem ich aktuell das Urteil in zweiter Instanz erhalten habe. Aus diesem Anlass möchte ich mein Blog nun auch mal nutzen, darüber zu berichten.

Seit meinem Umzug zum 01.01.2008 befindet sich mein Bürozimmer, das ich im Rahmen einer selbständigen Tätigkeit besitze, innerhalb meiner Privatwohnung. Während ich in 2007, mit Einführung der Gebührenpflicht für neuartige Rundfunkempfangsgeräte Rundfunkgebühren für den Computer in meinem seinerzeit separat angemieteten Büro bezahlt habe, habe ich nach dem Umzug eine Klage gegen die Gebührenerhebung für mein nicht ausschließlich privat genutztes Rundfunkempfangsgerät angestrengt, da ich nunmehr in der selben Wohnung bereits Rundfunkgebühren für privat genutzte klassische Rundfunkempfangsgeräte bezahle.

In der ersten Instanz beim Verwaltungsgericht München wurde unter Aktenzeichen M 6b K 09.768 meiner Klage stattgegeben, indem die Rundfunkgebührenpflicht für neuartige Rundfunkempfangsgeräte insgesamt in Frage gestellt wurde (Urteil). Nach diesem Urteil hätte ich auch in 2007 für mein Büro keine Rundfunkgebühren zahlen müssen. Ich hatte auch tatsächlich bereits in 2007 überlegt, gegen die generelle Gebührenforderung für neuartige Rundfunkempfangsgeräte im nicht-privaten Bereich zu klagen, habe dann aber davon abgesehen. Und in der Tat wurde mittlerweile die grundsätzliche Gebührenpflicht für neuartige Rundfunkempfangsgeräte beim Bundesverwaltungsgericht bestätigt.

Der Bayerische Rundfunk hat in diesem Sinne auch ganz zu Recht Berufung gegen das erstinstanzliche Urteil eingelegt. Das Berufungsverwahren wurde beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof unter Aktenzeichen 7 BV 10.443 geführt (Urteil). Demnach besteht keine zweite Rundfunkgebührenpflicht für den Computer in meinem Büro. Eine Revision zum Bundesverwaltungsgericht ist zugelassen. Eine endgültige (und fallübergreifende) Bewertung dieser Situation ist leider auch nur auf diese Weise zu erreichen. Ich werde über den weiteren Fortgang im Verfahren in diesem Blog berichten.

Lampenhalter kaputt → schlecht; unkomplizierte Hilfe der Fa. IBV Deutschland GmbH → eindeutig lobenswert

Ich hab in meiner Küche ein paar Mini-Lichtleisten installiert (um genau zu sein diese hier, gekauft bei OBI). Die sind jetzt ungefähr zweieinhalb Jahre alt. Vor einer Weile schon (schon mehr als ein Jahr her) hing eine der Lampen herunter, weil die Plastikhalter für die horizontale Befestigung abgebrochen waren. Wahrscheinlich beim Einschalten kaputt gedrückt, dachte ich mir. Mit ein paar zusätzlichen Plastikstücken und Zweikomponentenkleber ließ sich das ganz brauchbar reparieren. Nachdem die Befestigungshalter sowieso einen eher schwächlichen Eindruck machten, hab ich gleich alle Halter entsprechend verstärkt (die eingeklebten Verstärkungen kann man auf dem Foto deutlich sehen). Gut, hat erstmal geklappt.

Allerdings hing kürzlich eine andere Lampe herunter. Und dort waren die Halter direkt bei der Verschraubung an den Oberschränken gebrochen. Wie beim ersten Mal war meiner Frau und mir nicht bewusst, dass wir das beim Benutzen kaputt gedrückt haben könnten. Und beim Abschrauben bröselte mir das dann auch gleich noch in mehreren Stücken entgegen (siehe Foto). Hmmm. Eigentlich kann das ja nun wirklich nicht sein. Irgend ein Materialproblem, denke ich. Nun ja, also hab ich mal nach dem Hersteller gesucht und dort per E-Mail angefragt (zusammen mit dem Foto). Denn Wegschmeißen der völlig intakten Lampen fand ich nicht angemessen, zumal die Lampen ansonsten gut funktionieren und wir die Lampen gern und viel benutzen. Innerhalb nicht mal einer Stunde kam eine E-Mail-Antwort, dass ich kostenlos Ersatzhalter per Post geschickt bekomme, was dann auch prompt gestehen ist. Nachdem ich mich zunächst über das Problem mit den Haltern geärgert habe (und ich diese Halterung auch insgesamt für nicht so super stabil halte, aber es sind ja auch nur preiswerte Unterbauleuchten aus dem Baumarkt), finde ich das echt ein netten Zug vom Hersteller. Prima!

Alles neu macht der Mai

Nachdem meine alte Webseite jahrelang unverändert im Netz stand, nehme ich heute endlich mal eine radikale Aktualisierung online. Allerdings gibt es auf meiner eigentlichen Homepage auch nicht viel neue Inhalte und überhaupt brauche ich die Homepage auch nicht dringend, um Neuigkeiten hinsichtlich meiner Arbeit zu verbreiten. Andererseits war die alte Version in technischer Hinsicht her aus dem letzten Jahrtausend, so dass ich gar keinen Spaß hatte, darin überhaupt irgendwelche Zeit zu investieren. Was schon schade war, da ich gerade in letzter Zeit auch immer Mal über Themen gestolpert bin, bei denen ich eigentlich ganz froh gewesen wäre über eine Plattform, auf der man das auch mal dokumentieren kann. Ich denke da an meine Klage gegen den Bayerischen Rundfunk wegen doppelter Rundfunkgebühren (privat und als Selbständiger). Oder auch so ein paar nette Geschichten, die einem so als Verbraucher widerfahren. Und natürlich technische Spielereien und Tricks. Und für so etwas gibt es bekanntlich schon seit vielen Jahren Blogs.

Ich muss dazu sagen, dass ich vor einigen Jahren schon mal ein Blog angefangen hatte (nicht selbst gehostet, sondern bei einem großen Anbieter), das aber schnell eingeschlafen ist und das ich dann deshalb auch irgendwann wieder gelöscht hatte. Diesmal wird das sicher anders werden. Allein schon, weil ich eine ganze Menge Material in der Hinterhand habe und weil ich es in meinen Webauftritt integriere und selbst hoste.

Nun gut, genug der Vorrede. Dieses Blog hier wird sicher zweisprachig werden, weil technische gimmicks nunmal in Englisch disktuiert werden, andere Sachen aber nur auf Deutsch sinnvoll sind. Wer nur eine Sprache lesen will, kann ja die Kategorien deutsch und english nutzen.